Grenzübergreifender Großeinsatz für Weltwirtschaftsgipfelin DAVOS durch das österreichische Bundesheer!
Eine besondere Herausforderung an Sicherheitsvorkehrungen stellt auch dieses Jahr der Weltwirtschaftsgipfel (World Economic Forum kurz WEF), der von 24.01.-29.01.2012 in DAVOS /SCHWEIZ stattfindet, dar.Das österreichische Bundesheer ist mit der Luftraumüberwachung in Tirol und Vorarlberg beauftragt.Obwohl es derzeit kein terroristisches Szenario gibt, gelten seit 9/11 andere Gesetze, und auf Präventivmaßnahmen, gerade in die Luftraumüberwachung, wird besonderer Wert gelegt.
Terroranschläge aus der Luft, gilt es zu verhindern und hier hat Österreich nicht nur eine nationale Verpflichtung, sondern auch eine staatenübergreifende Aufgabe, so der Kommandant der Luftraumüberwachung, Brigadier Mag. Karl Gruber.Diese „ Temporary Restricted Area“ -gesperrter Luftraum über und um DAVOS, reicht weit über das Österreichische Hoheitsgebiet, wenn man z. Bsp. die Anflugschleifen der Terroristen vom 9/11 auf der Landkarte auflegt. Der Luftraum, der für den Bereich über DAVOS gänzlich gesperrt ist (Radius 46 Km), wird in den vor gelagerten Bereichen sowohl höhen- wie auch geschwindigkeitsmäßig in drei Teilbereiche gegliedert.
Insgesamt 12 bewaffnete Flugzeuge stehen im Einsatz.Neben vier Eurofightern für große Höhen und hohe Geschwindigkeiten, vier PC-7 Flieger für den mittleren Abschnitt stehen noch vier OH-58 KIOWA Hubschrauber für den bodennahen Bereich zur Verfügung. Die Luftfahrzeuge sind während des Zeitraumes des Weltwirtschaftsgipfels in ZELTWEG, INNSBRUCK und LANDECK stationiert. Zusätzlich sind für Transport und mögliche Rettungseinsätze weiter neun Hubschrauber ( 3 S 70 Black Hawk, 2 AB 212, 4 Alouette III) vorgesehen.
Das perfekte Zusammenwirken passiver und aktiver Komponenten sichert eine lückenlose Luftraumüberwachung rund um die Uhr. Das Kommando Luftraumüberwachung führt den EinsatzAlle passiven Einsatzmittel werden von der Einsatzzentrale in ST. JOHANN i. PONGAU koordiniert. Zusätzlich zum Radarsystem-„Goldhaube“ werden drei Tieffliegererfassungsradar, drei Feuerleitgeräte der Fliegerabwehr, zwei Flugmeldetrupps und zwei mobile Funkfluganlagen aufgeboten, um eine lückenlose Überwachung zu gewährleisten.
Parallel zu den Überwachungseinsatz in der Luft und am Boden steht auch ein „Emergency Response Team Air“ kurz ERTA zur Verfügung, das eine Einsatzgruppe (24 Mann), die zur Erstbewältigung eines Luftunglücks ausgebildet ist, darstellt.Insgesamt sind rund 1100 Soldaten in der kommenden Woche für den grenzübergreifenden Großeinsatz für das WORLD ECONOMIC FORUM involviert, für den ein Kostenansatz von 600.000 EURO vorgesehen ist, so Brigadier Mag. Karl GRUBER.
Der Presseoffizier/MilKdo T Obst Willi TILG, MBA MPA
