Land und Militärkommando Tirol feierten am Abend des 25.10.11 den „Großen Österreichischen Zapfenstreich“!

_DSC1194Nationalfeiertag 2011 in Tirol - Land und Militärkommando Tirol feierten am Abend des 25.10.11 den „Großen Österreichischen Zapfenstreich“!

Mit der Aufführung des „Großen Österreichischen Zapfenstreichs“ vor genau einem Jahr, fand die feierliche Übergabe des neugestalteten Landhausplatzes in Innsbruck an Tirols Bevölkerung statt. Hier am „Eduard Wallnöfer Platz“, feiert das Land Tirol traditionsgemäß mit dem Militärkommando Tirol jeden 25. Oktober am Abend dieses würdige militärische Zeremoniell.
Hunderte Zuseher, Jung und Alt aus Innsbruck und allen Teilen Tirols, gemeinsam mit dem Offiziers- und Unteroffizierskorps der Tiroler Garnisonen erwiesen dem Festakt und seinem für Österreich bedeutsamen Hintergrund ihre Aufmerksamkeit und Wertschätzung.
Nachdem Tirols Landeshauptmann, Günther Platter die Tiroler Bevölkerung herzlich willkommen hieß, begrüßte er die Vertreter der Landes- und Kommunalpolitik, den Militärkommandanten von Tirol, Generalmajor Herbert Bauer, die Ehrengäste und die Abordnungen der Traditionsvereine.
_DSC1205Landeshauptmann Platter betonte in der von ihm gehaltenen Festansprache, dass man sich das Ende des zweiten Weltkrieges mit all seiner Not für die Bevölkerung in Erinnerung  rufen soll und daher der Nationalfeiertag als Sinnbild steht, welches „nie wieder Krieg“ bedeutet. Er plädierte auch dazu in der derzeitigen angespannten Situation der Europäischen Union, weiterhin konsequent den „Tiroler Weg“ der Stabilität und Sparsamkeit zu verfolgen.  Weil man nur so handlungsfähig bleibe.
Zum Abschluss dankte der Landeshauptmann der Militärmusik Tirol für die Darbietung des „Großen Österreichischen Zapfenstreichs“. Platter sprach weiter der Ehrenkompanie der Stabskompanie des Militärkommandos Tirol, der Musikkapelle Peter- Anich aus Oberperfuss sowie der Schützenkompanie Oberperfuss und den Teilnehmern aus Südtirol für die Gestaltung und Umrahmung des Festaktes seine Anerkennung aus und wünschte den Anwesenden alles Gute für den Nationalfeiertag.
_DSC1287Der Begriff „Zapfenstreich“ stammt aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges und war das Zeichen für den Beginn der Nachtruhe in den Unterkünften der Landsknechte. Der Name lässt sich darauf zurückführen, dass zur Stunde der befohlenen Nachtruhe ein Strich über den Zapfen der Fässer gemacht wurde, um das Verbot des weiteren Verkaufs von Bier oder Wein kontrollieren zu können. Eine andere Erklärung ist, dass zum Zeichen des Dienstschlusses mit der Blankwaffe der Wachsoldaten auf den Zapfen der Fässer geschlagen bzw. „gestrichen“ wurde. Allmählich, im Verlaufe vieler Jahrzehnte, entstand immer mehr eine Zeremoniell, das sich zu einem militärmusikalischen Schauspiel, dem „Großen Zapfenstreich“ entwickelte und dieser wird heute nur noch zu besonderen feierlichen Anlässen aufgeführt. Der Große Zapfenstreich des österreichischen Bundesheeres ist ein vielgliedriges, musikalisches Werk und entstand 1769 in der Hochblüte der Österreichischen Militärmusik. Die heutige Version wurde 1980 zum 25-jährigen Bestehen des österreichischen Bundesheeres zusammengestellt und wird seitdem als „Großer Österreichischer Zapfenstreich“ aufgeführt.

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